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Schonkost für den Hund

 

Wer kennt es nicht – der Hund kotzt und scheißt sich die Seele aus dem Leib, man ist ratlos und weiß sich nicht mehr zu helfen. Man erkundigt sich bei anderen Hundemenschen oder Tierärzten darüber, was man nun am besten machen sollte. Und wie immer, wenn man auf der Suche nach einem sinnvollen Rat ist, wird es interessant und man begegnet den verrücktesten Ideen; von Antibiose bis hin zu "vergrabe Dinge um punkt 18 Uhr und grabe sie um Mitternacht bei Vollmond wieder aus." Der hartnäckigste "gute" Tipp allerdings ist immer noch DIE SCHONKOST. Nur, was versteht man eigentlich unter Schonkost für EINEN HUND? Lustigerweise hört man immer wieder, man solle gekochtes Hähnchen mit Reis und/ oder Kartoffeln füttern.

Dazu jetzt mal eine ernstgemeinte Frage: Wie kommt man denn darauf, dass sich für den Hund schwer verdauliche Lebensmittel als Schonkost eignen? Die Bauchspeicheldrüse eines Hundes hat leider nicht die Kapazitäten so viele Enzyme zu produzieren, die nötig sind, um das alles zu verdauen. Wieso spricht man dann von Schonkost? Wenn wir als Menschen einen Magen-Darm-Infekt haben, würde uns sicher keiner den Rat geben "Iss am besten Hamburger mit Pommes und viel Mayo!“ Oder?

Was wäre denn Schonkost für den Hund? Leicht verdauliche Proteine z.B. Hühnchen, und zwar ROH! Jetzt werden wieder viele sagen "das kommt wieder von diesen Barfern!" Aber nein, Leute, das hat nichts mit unserer Einstellung zu tun, dem Hund artgerechtes und gesundes Futter zu geben, das sind Fakten, die man z.B. hier nachlesen kann:

Jutta Ziegler: Tierärzte können die Gesundheit Ihres Tieres gefährden, München: mvg Verlag, 2013.

Wieso wir gerade jetzt auf das Thema kommen, das uns schon lange sprichwörtlich Bauchschmerzen bereitet? Einer unserer Ausbildungshunde litt an einem Magen-Darm-Infekt. Die Besitzer gingen zu ihrem Tierarzt und dieser gab ihnen den Rat, SCHONKOST zu füttern. Ein paar Tage nachdem sie den Rat befolgt hatten, bekam der Hund so starke Schmerzen, dass er es kaum noch aushalten konnte. Also ab in die Klink – Notoperation – hochgradige Bauchspeicheldrüsenentzündung. Zum Glück ging alles gut! Die Besitzer fragten den Notdienst habende Arzt wie es soweit kommen konnte. Der Arzt machte dann darauf aufmerksam, dass der Hund, der normalerweise nur von Fleisch ernährt wird, plötzlich unendlich viele Kohlenhydrate und gekochtes Fleisch bekommen hatte. Die Bauchspeicheldrüse war massiv überfordert und MUSSTE wohl oder übel den Dienst versagen.

Und die Moral von der Geschicht'? - Unwissen schützt vor SCHADEN nicht!